Die größten Flops 2017

Meine größten Enttäuschungen des Jahres

Willkommen zum neuesten Special hier auf Apexfilms.at!

Letzte Woche schrieb ich über die für mich besten Filme 2017. Heute gibt es das totale Kontrastprogramm, denn ich werde in diesem Special die für mich größten Flops und Enttäuschungen im Filmjahr 2017 aufzählen. Ich möchte hier aber noch erwähnen, dass nicht alle Filme die ich hier nennen werden, unbedingt schlecht sind, jedoch hätte ich mir bei manchen einfach mehr erwartet, oder es wurde enormes Potential verschwendet.

Anders als bei den besten Filmen des Jahres, werde ich hier kein Ranking machen, sondern einfach nur die Filme auflisten, die es meiner Meinung nach verdient haben, auf diese Liste zu kommen und kurz etwas zu den jeweiligen Filmen schreiben, ohne eine bestimmte Reihenfolge oder Wertung zu wählen.

Ich wünsche euch viel Spaß und möchte auch hier nochmals erwähnen, dass es sich bei der Liste rein um meine subjektive Meinung handelt und keine allgemein gültige Wertung sein soll.


Beginnen wir mit einem Film, der zwar nicht schlecht war, jedoch perfekt in die Kategorie passt "gesehen und vergessen": Sleepless mit Jamie Foxx. Darin geht es um einen korrupten Cop, dessen Sohn entführt worden ist. Sowohl Trailer, als auch der Cast (ich bin ein großer Fan von Jamie Foxx) und der Plot sahen vielversprechend aus, konnten meine Erwartungen jedoch nicht erfüllen. Dabei ist "Sleepless" zwar ein solider Film, jedoch blieb mir nichts von dem Film im Kopf, die kleineren Twists waren allesamt komplett voraussehbar und auch die Action hat man in genügend anderen Filmen besser gesehen. Was übrig bleibt ist zwar kein schlechter Film, aber im Ganzen betrachtet, doch eine kleine Enttäuschung.

Ähnlich ging es mir auch mit USS Indianapolis: Men of Courage. Ich hab mir hier zwar kein Meisterwerk erwartet, dennoch hat mich das gesehene total kalt gelassen und enttäuscht. Der 2. Weltkriegsfilm ist einfach wieder einmal ein B-Movie mit Nicolas Cage in der Hauptrolle. Ich bin ja ein ziemlich großer Cage-Fan und finde, dass er schon in großartigen Filmen mitspielte (Face Off, 8mm, Lord of War um nur ein paar zu nennen), jedoch ist seine Rollenauswahl in den letzten Jahren etwas fragwürdig. Genauso eine fragwürdige Entscheidung ist auch "USS Indianapolis". Dabei ist die Grundidee des Films durchaus gut durchdacht, jedoch hat der Film ein großes Problem: Er will größer sein, als er im Endeffekt ist. Er versucht in die Fußstapfen von Filmen wie "Der Soldat James Ryan", "Pearl Harbor" oder "Dunkirk" zu treten, versagt dabei aber komplett und zurückbleibt einfach nur ein mittelmäßiger B-Movie.

Das gleiche Problem wie Nicolas Cage hat in den letzten Jahren leider auch Bruce Willis. Eine schlechte B-Movie Rolle folgt auf die nächste. Die Zeit in der er in großen Action-Kracher á la "Stirb Langsam" die Hauptrolle übernimmt, scheint vorbei. Auch mit Once Upon a Time in Venice kann Bruce Willis nicht überzeugen. Im Gegenteil, es ist ein weiterer unlustiger, stellenweise peinlicher B-Movie ohne wirklich erkennbarer Story. Auch der sonst gute Cast, mit John Goodman und Jason Momoa, den man vor allem als Khal Drogo aus "Game of Thrones" kennt, können den Film nicht retten. Was bleibt, ist ein weiterer B-Movie, bei dem man sich fragt, wann Bruce Willis endlich wieder einen guten Film macht.

Alles andere als ein B-Movie wäre Ghost in the Shell gewesen, dennoch konnte die Anime-Realverfilmung weder bei mir noch an den Kinokassen überzeugen. Eines vorneweg, ich kenne den Anime nicht und kann daher nur die Realfilmadaption als solche bewerten. Und diese fand ich schlicht und einfach nicht gut. "Ghost in the Shell" war zwar auch kein schlechter Film, doch war ich nach dem Trailer ziemlich gehyped auf den Film und freute mich allein schon wegen Scarlett Johansson auf ihn. Jedoch konnten mich weder der Film ansich noch die schauspielerische Leistung von der Black Widow-Darstellerin überzeugen. Die Effekte sahen zwar meistens ganz schön aus und die Story-Prämisse war sehr interessant, jedoch fühlte es sich am Ende so an, als hätte der Film haufenweise Potential verschenkt.

Wo wir schon bei verschenktem Potential sind, kommen wir gleich zum nächsten Film: Power Rangers. Ich war als Kind ein Riesenfan des Superheldenteams und als ich hörte, dass eine Neuverfilmung kommen wird, habe ich mich eigentlich schon ziemlich darauf gefreut. Was dann jedoch dabei raus kam, hat mich doch ziemlich enttäuscht. Mich stört nicht mal das enorme Productplacement während des Films, vielmehr fand ich das Drehbuch einfach schlecht geschrieben. Bei einer Laufzeit von ca. 2 Stunden, fühlte es sich so an, als sähe man 1,5 Stunden nur den Entstehungsweg der Power Rangers. Man sieht wie die fünf Grundverschiedenen Charaktere (die nebenbei sämtliche Klischees eines dysfunktionalen Teams abdecken) sich langsam anfreunden, erfahren dass sie zu Superhelden berufen sind und versuchen ihre Rüstungen und Kräfte heraufzubeschwören. Dann kurz vor Ende des Films gelingt ihnen das auch und es kommt auch schon zum Endkampf. Die Effekte sehen großteils gut aus, haben aber stellenweise auch diesen Trash-Faktor, der auch die alten Power Rangers-Serien ausmachte.

Zwar keine ganz so große Enttäuschung, aber doch weit unter meinen Erwartungen, war für mich die Stephen King-Verfilmung Der dunkle Turm mit Idris Elba und Matthew McConaughey. Der Film basiert auf einem Roman-Zyklus von Stephen King, der sieben Bände umfasst, "Der dunkle Turm" bezieht sich dabei hauptsächlich auf den ersten Band "Schwarz". Er bietet zwei grandiose Hauptdarsteller und einen eigentlich sehr interessanten Plot, lässt aber einiges an Potential liegen. Die Effekte sehen die meiste Zeit ziemlich gut aus und im Großen und Ganzen ist der Film auch ein solider Fantasy-Kracher, bei dem aber einiges mehr drin gewesen wäre und den man nach dem Sehen auch schon wieder vergessen hat.

Einiges mehr drin gewesen wäre auch beim Horrorfilm A Cure for Wellness. Dabei fängt die deutsch-amerikanische Produktion sehr vielversprechend an und bietet neben einer interessanten Story mit Jason Isaacs einen großartigen Antagonisten. Auch Dane DeHaan, der mit "Valerien" dieses Jahr schon einen Erfolg feiern konnte, und Mia Goth machen ihren Job durchaus gut. Das größte Problem, dass der Film aber hat, ist seine Vorhersehbarkeit. Bei einem Film, der hauptsächlich auf seine mysteriöse Stimmung baut (ähnlich wie "Shutter Island", nur schlechter) ist es ein gravierendes Problem, wenn man den ausschlaggebenden und großen Twist schon ab der Hälfte des Films erahnt und das Ende, welches ziemlich abgedreht ist, quasi schon weiß.

Bleiben wir gleich beim Genre Horror und zwar beim nächsten Sequel/ Prequel/ Reboot/ Remake des japanischen Horrorfilms Ringu: Rings. Es ist schon bezeichnend, wenn ich kurz nach dem Film fast nichts mehr davon weiß. Ich fand das erste amerikanische Remake aus dem Jahr 2002 durchaus gelungen und gruselig, aber das Sequel kann bei weitem nicht an seinen Vorgänger anschließen. Der Film versucht dadurch interessant zu werden, dass er die Vorgeschichte von Samara neu und genauer erzählt und auch einen durchaus interessanten Aspekt einbringt. Zumindest versucht er das, scheitert dabei aber komplett und was übrig bleibt ist eine langweilige, nicht gruselige und unnötige Fortsetzung .

Eine weitere unnötige Fortsetzung war dieses Jahr der inzwischen 6. Teil der Resident Evil- Reihe mit Milla Jovovich: Resident Evil - The Final Chapter. Waren die ersten 3 Teile noch wirklich coole und auch gute Horrorfilme, baute die Reihe ab Teil 4 immer weiter ab und erreichte nun meiner Meinung nach ihren Tiefpunkt. Die Story wird, sogar wenn man bedenkt, dass man einen Zombie-Horror-Film sieht, immer abstruser und wirkt einfach konstruiert. Es wirkt wie das übliche ausquetschen eines Franchises um möglichst viel Geld von den Fans der Reihe zu bekommen. Dabei kommt halt eine lieblose Fortsetzung raus, die nichts mehr von der Qualität und der Spannung der ersten Filme hat und mehr wie ein Pflichtprojekt wirkt, quasi als wolle man halt unbedingt noch einen Teil herausbringen.

Ähnlich kam es mir auch bei xXx: The Return of Xander Cage vor. Waren die ersten zwei Teile noch cooles Action-Popcorn-Kino, ist der 3. Teil ein unnötiges, mit unwitzigen Sprüchen vollgepacktes Actionfeuerwerk, ohne irgendeiner erwähnenswerten Story. Ähnlich wie bei Rings, blieb mir auch hier nicht viel im Kopf und die Actionsequenzen waren sogar für solch einen Film einfach zu übertrieben. Ich hatte das Gefühl, als hätte man sich auch hier gedacht, man nimmt alles was an den beiden vorherigen Teilen gut war, verzehnfacht es und packt es einfach ohne wirklicher Story in einen Film. Dabei kam eine weitere, unnötige Fortsetzung eines ganz guten Filmes raus.

Ein derartiges Problem hat auch The Marine 5: Battleground. Zwar erwartet man sich von den WWE Studios keine Meisterwerke oder Oscaranwärter, aber mit Filmen wie "12 Rounds", "Die Todeskandidaten" oder "The Marine" haben sie gezeigt, dass sie durchaus auch anspruchsvollere Action produzieren können. In "The Marine 5" schlüpft Mike "The Miz" Mizanin zum bereits 3. Mal in die Rolle von Jake Carter, dieses mal ist es aber der schlechteste Film der Reihe. Die Action hat man auch hier schon unzählige Male besser gesehen, die Story ist verhältnismäßig lahm und auch der Cast ist, bei allen Respekt vor ihrer Leistung als Wrestler, eher bescheiden. "The Marine 5" ist einfach ein actiongeladener C-Movie ohne viel Anspruch, der weit hinter seinen Vorgängern zurück bleibt.

Eine weitere Enttäuschung, wenn auch nicht in so großen Ausmaß, war der neueste Godzilla Film aus Japan: Shin Godzilla. Es ist seit 2004 der erste Godzilla-Film aus dem Hause Toho, von denen bisher sämtliche Filme über die Riesenechse stammten, die beiden US-Produktionen ausgenommen. Dabei ist der 29. Toho-Film durchaus ganz gut gelungen, jedoch hat er auch einige Schwächen. Neben der Tatsache, dass ihm außer Godzilla der klare Protagonist fehlt, konnte ich mich auch mit seinem Stil und den gefühlt 100.000 Einblendungen der Namen von fast sämtlichen Personen, Gebäuden, Stockwerken und Waffen nicht anfreunden. Außerdem beginnt der Film etwas schleppend und, ohne etwas zu spoilern, sieht das "Anfangsstadium" von Godzilla ziemlich lächerlich aus.

Einen Film habe ich mir bewusst bis zum Schluss aufgehoben, denn er war für mich das absolute Lowlight des Jahres:

The Emoji Movie

Allein wenn man sich den Grundgedanken des Filmes vor Augen hält, kann man sich schon denken, dass dabei nichts gutes raus kommen kann: Handy-Emojis haben ihre eigene Welt in unseren Smartphones und leben und arbeiten dort. Klingt wie ein oscarreifes Drehbuch.... NOT!

Dabei versucht der Film sogar eine Botschaft zu übermitteln: Lass dich nicht in eine Schublade stecken, du kannst alles sein was du willst! Zumindest glaube ich, dass das die Botschaft sein soll, es kann aber sein dass ich einfach mehr hineininterpretiere, als es eigentlich ist. Was im Endeffekt dabei rauskommt ist einzig und allein ein riesengroßer Werbefilm für sämtliche Handy-Apps und Spiele, die ich hier jetzt nicht alle Aufzählen möchte. Außerdem erwähnenswert (im negativen Sinne) und absolut unverständlich für mich ist, wie einer der größten Schauspieler unserer Zeit, der in einem der besten Filme des Jahres mitspielte, sich an diesem Film beteiligen kann: ich rede natürlich von Sir Patrick Stewart, Captain Picard, Professor Charles Xavier spricht im englischen Original nämlich , jetzt haltet euch fest, den... Kacke-Emoji!

Der Film wird vielleicht seine Fans haben, ich kann allerdings nichts Gutes an dem Film finden.


So, das waren meine größten Enttäuschungen und Lowlights des Jahres. Wahrscheinlich wird es auch Leute geben, welche einige Filme hier gut finden, aber wie eingangs schon erwähnt, handelt es sich hier um meine rein subjektive Meinung und ich will auch niemanden mit meiner Wertung zu Nahe treten.

Jetzt seit wieder ihr an der Reihe. Schreibt mir über das Formular unten eine Liste eurer größten Enttäuschungen des Jahres, am besten mit Begründung. Wenn genug Einsendungen kommen, werde ich ähnlich wie bei meinen Top 20 ein Special dazu machen.

Wer jetzt noch Lust hat, kann gerne nochmal in mein Ranking der besten Filme 2017 reinschauen.

Ansonsten, wünsche ich euch nochmals einen guten Start ins neue Jahr und hoffe ihr bleibt mir auch 2018 treu!


sendet mir eure größten enttäuschungen 2017

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